Entgegen jeden Klischees von "herumspringenden, kreischenden Mädels" die mit den Pompons "herumwedeln" ist Cheerleading mehr als nur das. Stunten, Tossen, Jumps, Liberty, Pyramiden, FlickFlack, Salto, … das alles sind nur ein paar Begriffe aus der Cheerleadersprache. Dahinter versteckt sich bei den Franken Knights ein echter Leistungssport dem die Teams trotz gelegentlicher blauer Flecken und Muskelkater voller Begeisterung nachgehen. Das Team, das Wir-Gefühl, die gemeinsamen Erfolge und der Wow-Effekt der beim Publikum entsteht, wenn die Mädels zeigen was sie können, das ist es was Cheerleading ausmacht. Die primäre Aufgabe der Cheerleader ist es, bei sportlichen Veranstaltungen und Wettkämpfen die eigene Sportmannschaft anzufeuern und das Publikum zu animieren. Typische Sportarten, bei denen Cheerleader auftreten, sind American Football und Basketball. Doch auch im Fussball, Handball und sogar Eishockey wächst die Zahl der Cheerleader-Gruppen (Squads). Inzwischen werden Cheerleader auch in anderen Sportarten immer häufiger gesehen. Darüber hinaus kann Cheerleading auch als selbstständiger Wettkampfsport betrieben werden. Das ganze Jahr über finden Cheerleader-Meisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene für die organisierten Squads statt. Nach festem Regelwerk müssen die Squads innerhalb einer ca. 3-minütigen Routine (Auftritt) bestimmte Pflichtelemente darbieten, die dann von Punktrichtern je nach Schwierigkeitsgrad und Sicherheit bewertet werden. Die meisten Squads arbeiten konsequent auf die Meisterschaften hin und sehen darin inzwischen ihre Hauptaufgabe.
Geschichte des Cheerleadings!!
Die ersten Cheerleader-Teams kamen aus den USA, wo es am 2. November 1898 bei einem Endspiel zwischen den Teams der University of Minnesota und der Northwestern University im American Football mit organisierten Anfeuerungsrufen aus dem Publikum begann. Dort waren ausschließlich Männer als Cheerleader zu finden. Erst im Laufe der Zeit entwickelte es sich, dass auch Frauen zugelassen wurden. Seit den 1980er Jahren wird Cheerleading auch in Deutschland immer populärer. Es gibt zurzeit ca. 400 deutsche Cheerleader-Teams. Das erste bekannte Cheerleader-Team in Deutschland waren die Cheerleader der Duesseldorf Panthers. In Deutschland wird der Cheerleading-Sport, unabhängig davon, für welche Sportart gecheert wird, über die Cheerleadervereinigung Deutschland (CvD) innerhalb des American Football Verband (AFVD) organisiert. Europäische Wettbewerbe werden von der European Cheerleading Association (ECA) durchgeführt, der Weltverband ist die International Federation of Cheerleading (IFC). Seit 2007 gibt es neben dem AFVD (Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB)) einen weiteren Verband mit Alleinvertretungsanspruch, da der Cheerleader- und Cheerdance Veranstalter Deutschland (CCVD) als alternativer Verband gegründet wurde.
Alterseinteilung
Innerhalb des Cheerleading gibt es drei Alterseinteilungen:
- Peewees: CvD bis 12 Jahre / CCVD bis 12 Jahre
- Juniors: CvD 10 bis 17 Jahre / CCVD 10 bis 17 Jahre
- Seniors: CvD ab 16 Jahre / CCVD ab 14 Jahre.
Wobei an Meisterschaften der CvD die 20-Prozent-Regel gilt. D.h., dass 20 % der Teilnehmer in einem Team noch ein Jahr länger als vorgesehen in ihrer Altersklasse starten oder auch schon ein Jahr eher "hochrücken" dürfen (Ausnahmeregelung). Seit einiger Zeit gibt es die Regel so nicht mehr, von daher wurden die Altersbereiche ausgeweitet.
Kategorien des Cheerleadings
In den Altersklassen der Peewee, Juniors und Seniors werden bei offiziellen Meisterschaften der Cheerleadervereinigung Deutschlands folgende Kategorien unterschieden:
- Peewee Cheer (eine Gruppe aus 8–25 Mädchen und Jungen, es wird gecheert, gestuntet und getumbelt)
- Junior All-Girl Cheer (das antretende Team besteht aus 8 bis 25 Mädchen, es wird gecheert, gestuntet und getumbelt)
- Junior Coed Cheer (mindestens ein Mitglied des Teams ist männlich, bis zu 25 Mitglieder, ansonsten wie All Girl) Junior Dance (hierbei werden keine Stunts oder Chants gezeigt, sondern ausschließlich Dance-Elemente)
- Senior All-Girl Cheer
- Senior Coed Cheer
- Senior Dance
- Group Stunt (eine Gruppe aus fünf weiblichen Cheerleadern, die eine Minute lang ohne Pause stuntet)
- Coed Group Stunt (eine Gruppe bestehend aus fünf Cheerleadern, davon mindestens einem weiblichen und bis zu vier männlichen Personen, die eine Minute lang ohne Pause stuntet)
- Partnerstunt (ein männlicher und ein weiblicher Cheerleader stunten eine Minute lang ohne Pause)
Bei Meisterschaften, die vom Cheerleading- und Cheerdance-Verband Deutschland ausgerichtet werden, sind die Dance-Kategorien nochmals unterteilt in Jazz, HipHop und Pom-Dance, außerdem wird Dance auch im Peewee-Bereich angeboten. Bei offenen Meisterschaften, wie den GermanCheerMasters oder dem Elite Beach Cup, werden oft weitere Kategorien angeboten, wie z. B. Individual, Double Synchro Dance oder Hardest Group Stunt.


